Mein Schreibprozess: Handschrift vs Computer

Wie in meinem letzten Beitrag bereits erwähnt, schreibe ich viel mit der Hand. Hier eine kurze pro/contra Liste:

Handschrift:

+ ich kann es überall tun

+ meine Gedanken müssen entschleunigen, dh ich bin konzentrierter, aber wünschte meine Hand wäre schneller

+ ich kann sofort loslegen und muss nicht erst den Mac starten und ein Dokument öffnen. Bis das alles erldigt ist, kommt mir oft die Hausarbeit dazwischen.

+ es fühlt sich echt an

_ manchmal kann ich meine Schrift nicht mehr entziffern (es muss schnell gehn!)

_ 1000 verschiedene Notizbücher für 1000 verschiedene Ideen

_ ich muss es abtippen

 

Mac/Computer:

+ write or die

+ ich kann so schnell tippen, wie der Film vor meinen Augen abläuft

_ ich muss mich davor setzen

_ Ablenkungsgefahr Dank des www

_ der Fortschritt ist nicht so wirklich sichtbar (es sei denn ich schau mir den Wordcount an und das ist oftmals auch deprimierend)

 

Das ist sie, meine kurze liste. Habt ihr auch Präferenzen, was den Schreibplatz oder die Art angeht?

 

 

 

 

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Aber ich maag nicht.

Schreibunlust

 

Ich drücke mich vorm Schreiben. Besonders nach einem Arbeitstag möchte ich nicht mehr an den iMac. Ich möchte ins Fitnessstudio oder Radfahren, weil ich Stress aubbauen will. Ich möchte Yoga machen, weil mir vom Sitzen alles weh tut.

Die virtuelle weiße Seite nervt mich, weil sie weiß ist und ich sie nicht vollkritzeln kann während ich darüber nachdenke wie eine Szene weitergeht. Die 1000 offenen Tabs des Internetbrowsers schreien nach Aufmerksamkeit, mein Schreibtisch ist im Chaos versunken (kreatives, lüge ich mich an. Ich brauch das alles, das ist Recherche. Haha.).

Oh und die Batterie der Tastatur ist auch fast leer, warnt mich mein Mac. Herrjeh. Schnell ausmachen, solange das noch geht und neue Batterien laden.

Kreativ bin ich ja, beim Vermeiden. Da fällt mir der Boden auf, der mit Katzenstreu übersäht ist (wie einem das plötzlich auffällt). Die quengelnden Verursacher des Ganzen wollen Aufmerksamkeit in Form von Snacks. Die Blumen, ach die muss ich gießen. Und ich weiß eh nicht was ich schreiben soll.

Das heisst, ich muss mich überlisten, denn ich fühle mich schlecht, wenn ich das Kästchen im BuJo nicht ausmalen kann, neben dem steht: schreiben. Und ich weiß ja auch was ich schreiben will. Eigentlich.

Und da kommt mir meine latente Neigung Notizbücher zu horten genau recht. Denn handschriftlich geht immer. Ob das daher rührt, dass ich seit 25 Jahren Tagebuch führe? Oder liegt es daran, dass ich gemütlich auf der Couch oder dem Balkon lümmeln kann, während die linke Hand mit der Katzenangel wedelt und die rechte kritzelt? Was auch immer der Grund, es ist mein Trick 17. Und wenn es nur eine Seite ist, die ich vollschreibe, aber es ist eine Seite, kein weißes Etwas mit blinkendem Cursor.

Der einzige Haken: ich schiebe das Eigentliche nur heraus. Letztendlich muss ich abtippen. Aber das fällt dann auch leichter, da ich dabei dann den Fernseher laufen lassen kann oder Musik höre und mich nicht so sehr auf den Inhalt konzentrieren muss. Ge-edited wird ja eh später. Und außerdem weiß ich, dass ich bereits geschrieben habe. Es fühlt sich dann weniger nach Zwang und Arbeit an, irgendwie.

Was ist denn euer Trick, um die Muss-ich-wirklich?-Problematik zu überwinden? Oder habt ihr die garnicht?

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Jetzt oder Nie // Now or Never

 

Ich bin 37.

Ich finde dass das so überhaupt nicht nach mir klingt. Ich habe doch schließlich erst vorgestern die Uni beendet (Realität: „Nein, Liebes, das war vor zwölf Jahren.“) und mein erstes Mal Nanowrimo ist auch gar nicht so lange her („Ehem, doch das war auch 2005.“).

Bei mir braucht alles scheinbar etwas länger. Ich habe schließlich zwei Jahre darüber nachgedacht, ob ich mir einen Hamster zulegen soll (Es wurde ein Dschungare names PaulNewman, der stolze zwei Jahre gelebt und mich aufgrund seiner Winzigkeit  furchtbar gestresst hat. Schließlich ist der ja in Null komma Nix irgendwo verschwunden und dann finde ich ihn nie mehr wieder. Und mich hat auch keiner gewarnt wie schnell die sind!).

Ich bin das Gegenteil von spontan, beneide aber Menschen die eine gewisse Scheiß-drauf-ich-mach-das-jetzt Mentalität haben. Aber wenn ich mich zu etwas entschieden habe, dann ziehe ich es auch durch. Eben in meinem ganz eigenen Tempo.

So wie das hier. Ich habe ein paar Geschichten geschrieben, die schon lange auf meinen Laufwerken vor sich hinschlummern. Und wisst ihr was? Mir doch egal, ich mach das jetzt. Ich werde die deutschen Romane selbst publizieren und für die englischen, da schau ich mal nach einer Agentur.

Ich hadere zwar täglich mit mir welche der Geschichten ich zuerst veröffentliche, wie oft ich wen auf welchen sozialen Netzwerken mit meinen Posts belästigen kann und freue mich dumm und dämlich über jede Interaktion. Marketing, wenn man es so nennen mag, ist nicht so meins. Ich versuche eher beiläufig entschuldigend zu erwähnen, dass ich da mal was Geschrieben hab ehem. Ob deswegen die Frauen in meinen Romanen so ihre Macken haben?

Aber trotz aller Überwindung und wenn nur ein Mensch meine Geschichten liest, dann gilt immernoch:

 

 

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I’m  37.

This doesn’t sound right to me. After all I just finished university two years ago (reality: „Ehem darling, that was twelve years ago.“) and my first time Nanowrimo was also just recently („Nope, 2005 as well.“)

Obviously, I need more time to get things done. After all I pondered getting a hamster for two years (His name was PaulNewman and I was stressed out over how tiny he was because of all the horrible things that could happen to him. He lived two years.)

I’m the opposite of spontaneous, but I envy people who have a certain Screw-it-I’m-doing-this attitude. If I decide to do something, I stick to it though. Just in my own tempo.

Like this. I wrote a couple of stories, which have been lying dormant on my hard drives for years. And you know what? Screw it, I’m doing this. I’ll self-publish the German novels and try to find an agency for the English ones. Maybe I’m lucky?

I still haven’t decided which story to publish first. I struggle with deciding who to annoy with what on which social media account and how to casually tell them that I’ve written some things ehem, maybe check them out? I’m just not good at pointing the limelight at me. Maybe that is one reason why my female protagonists are kind of weird…

But anyway. To point to the gif of Dan: If only one person reads my things (Hi mom), I can still say that I’ve tried.

 

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